Wie ich mich als Hochzeitsfotograf bewege

Was macht eigentlich ein guten Hochzeitsfotografen aus? Eine Frage die ich mir immer wieder stelle! Natürlich kann ich versuchen mich selbst zu reflektieren, am Ende ist es aber die Kritik der Brautpaare/Brautgäste die entscheidend ist.

Und genau das ist der Grund warum ich mir gedacht habe, dass ich dazu einen Beitrag schreibe. Denn den Großteil meiner Aufträge (90%) bekomme ich auf Empfehlung. Und neben den Fotos ist es der Charakter, die Art, wie man sich als Fotograf gibt, die dafür sorgen, dass man gebucht wird.

Zu viele Geschichten über andere Hochzeitsfotografen habe ich gehört, die Gespräche zwischen den Gästen unterbrochen haben um ein Gruppenfoto zu machen. Sich rauchend zu den Gästen stellen und halbherzig aus dem Handgelenk ein Foto zu machen sollte ebenso ein Tabu sein.

Natürlich unterhalte ich mich mit dem Brautpaar und natürlich unterhalte ich mich mit den Gästen – denn für mich ist ganz wichtig eine „Beziehung“ aufzubauen. An diesem Tag darf man sich nicht fremd sein.
Ich finde, man sollte als Freund wahrgenommen werden und nicht als Dienstleister.
Alle müssen ein gutes Gefühl haben wenn sie den Typen mit dem Fotoapparat sehen.

Unauffällig agieren, aus der 3. Reihe fotografieren und zum richtigen Zeitpunkt aus dem Schatten treten ist das offene Geheimnis.
Es gibt meiner Meinung nach zwei Momente an denen das passiert. Zum einen ist das der Moment, wenn man das Gruppenfoto macht – und dann ist keine Zeit für kleine Mäuse. Eine der Gruppegröße -angemessenen Lautstärke – klare, deutliche Ansagen, die kann man auch gerne humorvoll gestalten kann.
Denn wenn man hier versagt, es mit Fotovariationen übertreibt oder zu lange braucht, hat keiner mehr Lust auf weitere Fotos. Der Tag gehört nicht dem Fotografen, sondern dem Brautpaar.
Grundsätzlich positionier ich immer nur die Brautleute und bitte alle Gäste sich dazu zu stellen. Keine Angst, die finden sich schon selber ein. Parallel schauen wo Lücken entstehen und diese schließen.
Eine einfache Ansage hilft mir dann immer weiter: „Alle müssen mich sehen können, wer mich nicht sieht, den sehe ich auch nicht“. Der Spruch ist Goldwert. Trotzdem gibt es die eine Tante, die sich hinter den größten Schwager stellt. Diese freundlich bitten noch ein wenig zu verschieben – und dann fotografieren.
Wenn man merkt, der eine Opa, der hat gar keine Lust, dann nicht vorführen, sondern weitermachen, die Gruppendynamik zwingt auch den größten Miesepeter dazu, mitzumachen.

Klärt mit dem Brautpaar vorher welche Variationen sie sich vorgestellt haben. Gibt es beispielsweise nur 30 Gäste und 25 sind Familie würde ich tunlichst davon abraten, eine reine Familienkonstellation zu knipsen, denn dann fühlen die 5 Anderen sich wie Außenseiter.  Oder möchte man die Familien aufteilen, sollte man auch hier schauen, dass man beispielsweise mit dem Bräutigam nicht nur zu fünft dasteht und mit der Braut mit 20 Familienangehörigen.

Es sind diese Feinheiten die für eine gutes Gefühl beim Brautpaar sorgen. Auch sorgt es für Vertrauen wenn man sich als Fotograf diese Gedanken vorher macht.

Man sollte sich immer der Verantwortung als Hochzeitsfotograf bewusst sein. Am Ende ist es der Tag des Brautpaares und sie sollen sich an einen Fotografen erinnern, den sie nicht wahrgenommen haben, aber trotzdem die schönsten Momente eingefangen hat.


How I move as a wedding photographer.

What does a good wedding photographer actually look like? A question that I ask myself again and again! Of course, I can try to reflect myself, but in the end it is the criticism of the couples which is crucial.

And that’s exactly why I thought I’d write a post. Because the majority of my orders (90%) I get on recommendation. And besides the photos, it’s the character, the way you act as a photographer, to make sure you’re booked.

Too many stories about other wedding photographers I’ve heard that have interrupted conversations between guests to take a group photo. Smoking and standing by the guests and taking a half-hearted photo from a wrist should also be a taboo.

Of course, I talk to the bride and groom and of course I talk to the guests – because for me is very important to build a „relationship“ On this day you must not be alien.
I think you should be perceived as a friend and not as a service provider.
Everyone must have a good feeling when they see the guy with the camera.

Act unobtrusively, photograph from the third row and step out of the shadows at the right time is the open secret.
There are, in my opinion, two moments when this happens. For one, this is the moment when you take the group photo – and then there’s no time for little mice. One of the group size -dependent volume – clear announcements, which you can also like to make humorous.
Because if you fail here, it exaggerates with photo variations or takes too long, no one has more desire for more photos. The day does not belong to the photographer, but to the couple.

Basically, I always position only the bride and groom and say to the rest of guests that they search their position alone. Do not worry, they will find it by himself. Take a Parallel look where gaps arise and close.
A simple announcement then helps me on and on: „Everyone has to be able to see me, who does not see me, I do not see him either“. The saying is gold value. Nevertheless, there is the one aunt who stands behind the biggest brother in law. These kindly ask to move a little – 3,2,1, “maximum smile” and then take the pictures.
If you notices, that a grandpa, who has no desire, then do not demonstrate, but carry on, the group dynamics forces even the biggest rotten to join.

Clarify with the bridal couple beforehand what variations they have imagined. For example, if there are only 30 guests and 25 are family, I would advise against snapping a pure family constellation because the 5 others feel like outsiders. Or if you want to divide the families, you should also look here, for example, that with the groom not only five and with the bride with 20 family members.

It is these subtleties that make for a good feeling with the bride and groom. Also, it provides confidence if you as a photographer makes these thoughts before.

One should always be aware of the responsibility as a wedding photographer. In the end, it’s the day of the couple and they should remember a photographer they did not notice, but still captured the most beautiful moments.